IQHP – Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf

  • Qualität und Konsens im Heilpraktikerberuf

November 30, 2020
von admin
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Engagement für Heilpraktikerberuf


In der Debatte zum Gesetzesentwurf MTA-Reform gibt MdB Alexander Krauß Statement für den Heilpraktikerberuf in Deutschland

https://www.alexander-krauss.com/bundestagsreden/

Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren,

diese Debatte bietet die Möglichkeit, über Berufe zu sprechen, die sehr häufig im Schatten der Aufmerksamkeit stehen, dazu gehört auch der Beruf des Heilpraktikers.
Ich finde, dieser Beruf ist eine Bereicherung für unser Gesundheitswesen, den ich nicht missen möchte.

Von dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die 47.000 Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker in diesem Land, die eine wertvolle Arbeit leisten.

Die Zahl der Heilpraktiker/innen steigt von Jahr zu Jahr, und das spricht eben auch für ein gewisses Patientenvertrauen.
Es gibt also offensichtlich eine Zufriedenheit mit der Arbeit der Heilpraktiker, die Patienten stimmen letztlich mit den Füßen darüber ab, in dem sie zum Heilpraktiker gehen, es wird ja niemand gezwungen

Wir haben pro Tag 128.000 Patientenkontakte und wenn man sich die Altersgruppe der 50- bis 65jährigen mal anschaut, dann ist diese Gruppe zur Hälfte schon mal beim Heilpraktiker gewesen und es spricht dafür, dass es viele Menschen gibt, die Hilfe beim Heilpraktiker suchen.

Warum tun das die Patienten und bezahlen dafür auch im Regelfall Geld?

Die Patienten wollen einen ganzheitlichen Ansatz haben, eine Verzahnung von Schulmedizin und Komplementärmedizin, denn die meisten suchen auch einen Arzt auf, dies ist kein Widerspruch, sondern ich finde dies auch gut so.

Ich habe diesen Sommer eine Medizinisches Versorgungszentrum besucht mit Schwerpunkt Schmerztherapie, wo auch Heilpraktikerinnen arbeiten. Ich fand das sehr schön, dass es ein Miteinander gibt, kein Gegeneinander, und ich glaube, dass solchen Kooperationen die Zukunft gehört.

Es gibt auch Patienten, die eine ergänzende Therapie suchen, die Nebenwirkungen reduzieren wollen, und diejenigen, die die Selbstheilungskräfte ansprechen wollen, die nicht dem Missverständnis unterliegen, dass man nur eine Tablette einwerfen muss und dann wird man wieder gesund.
Es sind Patienten, z.B. mit Bluthochdruck, die sich sagen, ich will außer dem verordneten Blutdruck-senker wissen, was kann ich selbst noch tun, dass ich evtl. im besten Falle gar keine Tabletten mehr brauche.
Ich finde, dass ist ein guter Ansatz, zu überlegen, was kann man tun. Und dabei wird beim Heilpraktiker auf sanfte Verfahren, auf Naturheilkunde gesetzt. Und wenn der mündige Patient dies wünscht, dann soll er auch die Möglichkeit haben, das in Anspruch zu nehmen.
Ganz wichtig ist, wenn man mit Patienten spricht, dass sie sagen, die Heilpraktiker nehmen sich Zeit für einen, denn sie machen im Regelfall die gleiche volle schulmedizinische Anamnese, es dauert dann schon mal bis zu einer Stunde.
Diese Erfahrung möchte ich gerne noch viel mehr Menschen gönnen, dass sie erfahren, dass derjenige, der sie behandelt, sich auch Zeit nimmt.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir sprechen heute über den Gesetzesentwurf MTA-Reform, in dem eine Regelung enthalten ist, dass Heilpraktiker keine Laborleistungen mehr beauftragen sollen  bzw. können – diese Regelung wäre nicht im Sinne der Patienten, denn eine Labordiagnostik dient der Abklärung von Erkrankungen, dafür ist sie sehr hilfreich.

Wir haben in den letzten Jahren sehr viele gute Erfahrungen damit gemacht, dass Heilpraktiker ihre Arbeit darauf ausgerichtet haben und insofern sollten wir diese Regelung streichen, weil sie nicht im Patientennutzen ist.

Natürlich steht der Beruf des Heilpraktikers auch vor Herausforderungen.
Aus meiner Sicht gibt es ein sehr hohes Ausbildungsniveau. Die meisten Personen, die den Beruf Heilpraktiker/in ergreifen, haben bereits einen medizinischen Vorberuf, dass sind Menschen, die über das Wissen und Können verfügen.

Aber ich glaube auch, dass wir die Ausbildung standardisieren sollten, dass wir Schulen haben, die über ein klares, vergleichbares Curriculum verfügen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
lassen Sie uns zum Wohle der Patienten den Beruf des Heilpraktikers erhalten und verbessern, die Möglichkeiten haben wir.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

November 21, 2020
von admin
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Keine Gefahr durch Heilpraktiker – Portal der Wirtschaft informiert

„Keine Gefahr durch Heilpraktiker“

von www.continentale.info

„Zahlen lügen nicht!“

‚Heilpraktiker richten viele Schäden an!‘ Eine Aussage, die derzeit von zahlreichen Lobbyisten kolportiert wird. Doch stimmt das überhaupt? Wir haben bei jemandem nachgefragt, der es wissen muss: Robert Zellerer, Landesdirektor ‚Die Continentale‘ und seit 35 Jahren Berufshaftpflicht-Versicherer zahlreicher Heilpraktiker(innen).

Herr Zellerer, wie viele Heilpraktiker(innen) sind derzeit bei Ihnen Berufshaftpflicht-versichert?

Von insgesamt rund 47.000 bundesweit tätigen Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern sind derzeit rund 24.000 bei ‚Die Continentale‘ Berufshaftpflicht-versichert. Davon entfallen ca. 12.000 auf unsere Landesdirektion: Die Zellerer GmbH, die ihren Sitz in München und somit in dem Bundesland hat, in dem von allen 47.000 bundesweit tätigen Heilpraktiker(inne)n nahezu die Hälfte praktiziert.

Wie schätzen Sie die Gefahrenlage in den Heilpraktikerpraxen ein: Kommt es häufig zu Schadensfällen?

Die Gefahrenlage ist definitiv sehr gering! Die Anzahl der Schadensfälle ist dermaßen minimal, dass ‚Die Continentale‘ nicht einmal einen eigenen Punkt in der Schadenstatistik für Heilpraktiker-Risiken vorsieht. Bei anderen Versicherern sieht es ähnlich aus. Weder bei manuellen Therapieverfahren wie Chiropraktik oder Osteopathie, noch bei invasiven wie Akupunktur oder Neuraltherapie gibt es nennenswerte Schäden.

War das schon immer so?

Ich bin nun seit mehr als 35 Jahren in dieser Branche aktiv. In dieser Zeit hat sich der jährliche Beitrag für Berufshaftpflicht-Versicherungen von Heilpraktikern bei ‚Die Continentale‘ nahezu halbiert: von 300,- DM netto (1985) auf 90,- Euro netto (2020). Dagegen hat sich die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden nahezu versechsfacht: von 1 Million DM auf 3.000.000 Euro.

Und dass eine Versicherung den Beitrag nicht senkt bzw. die Versicherungssumme erhöht, wenn tatsächlich viele Schadensfälle vorliegen würden, dürfte wohl jedem einleuchten. Wir Versicherer würden und müssten, wenn Heilpraktiker tatsächlich so schadensträchtig wären, die Beiträge schon entsprechend nach oben anpassen. Und dass man bei 35 Jahren durchaus von einem repräsentativen Zeitraum sprechen kann, steht wohl außer Zweifel: Zahlen lügen nicht!

Wie erklären Sie sich diese positive Entwicklung mit weniger Behandlungsschäden durch Heilpraktiker?

Meiner Meinung nach dürfte das vor allem daran liegen, dass sich das Angebot der Heilpraktikerschulen in diesem Zeitraum qualitativ und quantitativ stark verbessert hat. Die Gefahr der Patienten, wenn sie denn überhaupt jemals gegeben war, hat sich dadurch nachhaltig verringert.

Wenn es dann doch mal zur Meldung eines vermeintlichen Schadens kommt, beruht dieser meist eher auf einer falschen Erwartungslage einzelner Patienten, die austherapiert zum Heilpraktiker gehen und dann oft Wunder erwarten – bzw. fordern, weil Heilpraktiker-Behandlungen überwiegend aus der eigenen Tasche zu zahlen sind. Bleibt dieses Wunder dann aus, muss ein Schuldiger gefunden werden, damit man zumindest finanziell noch was rausholen kann.

Man sollte sich eher fragen, warum die Beiträge für Ärzte immer schneller steigen…

Wie genau sieht es denn bei den Ärzten aus?

Bei den vergleichbaren Beiträgen zur Berufshaftpflicht-Versicherung für Ärzte haben wir gegenüber der von den Heilpraktikern im Marktvergleich oft einen nahezu zehnfach höheren Beitrag. So kostet die Berufshaftpflicht-Versicherung eines Heilpraktikers bei ’Die Continentale‘ derzeit 90,- Euro jährlich netto bei einer Versicherungssumme von 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Ein Allgemeinarzt zahlt dagegen 866,- Euro netto bei der gleichen Versicherungssumme.

Aussagen wie: ‚Heilpraktiker richten viele und hohe Schäden an‘ verunsichern deshalb nur und sind einfach nicht haltbar. Etwas Unwahres wird schließlich nicht richtiger, nur weil es von bestimmten Lobby-, Politik- und zum Teil auch Medienvertretern immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wird!

Heißt das: ‚Alles perfekt!‘ Oder sehen Sie weiteres Verbesserungspotenzial bzgl. Ausbildung und freier Therapiewahl der Heilpraktiker?

Da gibt es durchaus noch einige Dinge, die weiter verbessert werden könnten. So sollten meiner Meinung nach gewisse Standards eingeführt werden. Diesbezüglich auf einem tollen Weg ist zum Beispiel die ‚Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf‘ (IQHP), die sich u.a. für die folgenden Ziele einsetzt: geregelte Dokumentation der Ausbildungsnachweise für Berufsanwärter, mehr Verantwortung und Kontrollpflichten für die Heilpraktiker-Berufsverbände sowie Schaffung einer gesetzlich-rechtlichen Standesregelung und eines Beschwerde-Management-Centers für Patienten.

Unabhängig vom vorliegenden Zahlenwerk möchten Teile der Politik sowie einige Lobbyisten den Beruf des Heilpraktikers dagegen am liebsten abschaffen. Was halten Sie persönlich davon?

Davon halte ich gar nichts! Man sollte dem mündigen Bürger schon selbst überlassen, welche Behandlung bzw. welchen Behandler er wählt. Und auch die Politik sollte sich ruhig einmal fragen, ob das Heilpraktikerwesen nicht auch für sie zahlreiche Vorteile birgt.

Einmal abgesehen vom wertvollen Beitrag der Heilpraktiker zur Gesundheit der Bevölkerung gibt es übrigens auch finanzielle Vorteile, die ich nochmals anhand einiger konkreter Zahlen erklären möchte: So beträgt das Jahresabrechnungsvolumen aller rund 47.000 hierzulande tätigen Heilpraktiker rund 1 Milliarde Euro, wovon zirka 530 Millionen Euro auf Selbstzahler und 470 Millionen auf Versicherte privater Krankenkassen-Versicherungen (PKV) entfallen.

Bei einer angenommenen Durchschnittshöhe einer Heilpraktiker-Rechnung von 150 Euro ergibt dies ein Stückzahlvolumen von etwas über 3 Millionen Rechnungen pro Jahr. Geht man nun davon aus, dass der PKV-Versicherte nach Abschaffung des Heilpraktikerberufs zu einem Privatarzt geht, wird die Rechnungshöhe wohl eher 500 bis 1000 Euro betragen.

Bei Versicherten einer Gesetzlichen Krankenversicherung würden die Kosten durch den Wechsel vom Heilpraktiker zum Arzt auf Grund der gesetzlichen Vorgaben zwar nicht ganz so explodieren. Dennoch würden auch im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung die Kosten steigen, weil ja dann der Kassenpatient, der den Heilpraktiker bisher selbst bezahlt hat, wieder zum Kassenarzt geht, was letztendlich alle gesetzlich Versicherten mitfinanzieren müssten.

Herr Zellerer, ich danke Ihnen für diesen Blick hinter die Kulissen und Ihre offenen Worte.

Das Interview führte Johannes W. Steinbach vom Pressebüro JWS, Konz.

 

November 14, 2020
von admin
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Komplott gegen Heilpraktiker – IQHP-Stellungnahme zur ARD-Sendung am 09.11.2020

Komplott gegen Heilpraktiker-Beruf – ARD – Medwatch – Münsteraner Kreis



Zum wiederholten Male hat die ARD eine Sendung ausgestrahlt, die sich sehr parteiisch gegen Heilpraktiker wendet. Von einer ausgewogenen Berichterstattung war diese Sendung weit entfernt. Die öffentlichen-rechtlichen Sender sind keine Propaganda-Maschinerie, sondern haben einen Bildungsauftrag.

Allein der Text, unter dem die Sendung vorgestellt wird, soll suggerieren, dass dieser Beitrag ein sehr gut recherchierter Bericht sei:

„Filmautorin Claudia Ruby ist es gelungen, einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen einer Branche zu werfen, die es so in keinem anderen westlichen Industrieland gibt: Warum dürfen Heilpraktiker in Deutschland Kranke behandeln, obwohl sie keine adäquate medizinische Ausbildung haben? Warum lassen sich jedes Jahr Millionen von Patienten mit Verfahren behandeln, von denen viele erwiesenermaßen nicht helfen oder sogar schaden? Wieso haben Heilpraktiker enorme Freiheiten, während alle anderen Bereiche des Gesundheitswesens streng reguliert sind? Und: Was muss die Politik tun, damit Heilpraktiker nicht zur Gefahr für ihre Patienten werden?“

Das sind ausschließlich Suggestiv-Fragen – im Journalismus gilt es dies zu vermeiden, damit keine Manipulation entsteht. Hier ist sie offensichtlich erwünscht. Es ist sehr irritierend, dass die ARD dem Lobbyismus von Medwatch diesem Sendeplatz zur Prime time zur Verfügung stellt. Der Bericht verfolgt ganz offensichtlich das Ziel den Heilpraktiker zu diskreditieren. Die Kommentarfunktion im Internet, die unter dem Bericht einzusehen ist, spricht eine sehr deutliche Sprache: Die Mehrheit der Aussagen spricht für die Heilpraktiker. Es herrscht großes Unverständnis darüber, warum gerade die ARD sich für so einen unseriösen Inhalt hergibt.

 Medwatch ist es offenbar gelungen, durch ihre Beirätin, die Journalistin Claudia Ruby, seine Agenda „Abschaffung der Heilpraktiker“ in den öffentlich-rechtlichen Medien zu platzieren.

Wir weisen auf die Finanzierung von Medwatch durch den deutschen Konsumentenbund (DKB) hin, der seine Einnahmen durch Abmahnungen von Heilpraktikern generiert. Der DKB und die GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.) und das Informationsnetzwerk Homöopathie sind miteinander vernetzt und agieren gemeinsam. Medwatch wurde eigens zum Vorgehen gegen die Alternativmedizin ins Leben gerufen und erhält Dank seiner hervorragenden Lobbyarbeit einen öffentlich-rechtlichen Sendeplatz.

Wir als IQHP setzen uns stark für eine Reform des Heilpraktikerberufes ein, damit HeilpraktikerInnen, die unverantwortlich mit den Patienten umgehen, sanktioniert werden.

Wenn der Bericht gut recherchiert gewesen wäre, hätte die Journalistin erfahren, was die aktuelle Sachlage ist.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte sich an seinen ursprünglichen Auftrag erinnern. Aufgabe und Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks/der ARD:

https://daserste.ndr.de/wahlarena/Aufgabe-und-Funktion-des-oeffentlich-rechtlichen-Rundfunks-der-ARD,antworten124.html

Hier einige Auszüge:

  • „Er ist weder privatwirtschaftlichen noch staatlichen Interessen verpflichtet, sondern ausschließlich des Gemeinwohles. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist damit wirtschaftlich und politisch unabhängig. Diese Unabhängigkeit gilt es gegen Einflussnahme-Versuche zu bewahren.“
  • „Die ARD strebt an, die Vielfalt gesellschaftlichen Lebens widerzuspiegeln…“
  • „Der Rundfunk soll die freie Meinungsbildung und kulturelle Vielfalt gewährleisten. Durch seine Programme wirkt er zum einen als technisches „Medium“. Durch die Auswahl von Programmen und Themen wirkt er aber auch als „Faktor“, weil diese Themen wiederum die Gesellschaft mit ihren sozialen und kulturellen Bedürfnissen beeinflussen.“
  • „….Rundfunk seiner grundlegenden Funktion – Meinungspluralität zu schaffen – nachkommen.“
  • „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist außerdem zur Ausgewogenheit verpflichtet. Dazu gehören das Gebot einer fairen und unabhängigen Berichterstattung und die Verpflichtung zur Überparteilichkeit. Die Abbildung verschiedener Meinungen im Programm soll insgesamt ausgewogen sein.“

Der Beitrag erfüllt in keiner Weise die Aufgabe und Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und muss in vielerlei Hinsicht kritisch werden.

November 11, 2020
von admin
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IQHP zur Reform MTA-Gesetz

Betrifft die Reform des MTA-Gesetzes auch Heilpraktiker?

Das MTA-Gesetz regelt Ausbildungsinhalte und Zuständigkeiten der Tätigkeitsfelder der medizinisch-technischen Berufe:
im bestehenden MTA-Gesetz ist die Berufsgruppe Heilpraktiker berücksichtigt -Heilpraktiker dürfen Laboranalysen erstellen (z.B. von Körperflüssigkeiten, Blut) und, dies ist mehrheitlich der Fall, Laboranalysen für Patienten in Auftrag geben.

Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet seit einiger Zeit an etlichen Gesetzen zur Reform für staatlich geregelte Gesundheitsberufe. Der aktuelle Referenten-Entwurf zur Änderung des Gesetzes für den MTA-Beruf sorgt für Diskussionen. Nun ist im besagten Entwurf Reform MTA-Gesetz der Heilpraktiker als weisungsbefugte Berufsgruppe gestrichen worden.

HeilpraktikerInnen üben die Heilkunde gemäß §1 HeilprG selbst aus und dürfen umfassend diagnos-tisch und weitgehend uneingeschränkt tätig sein.
Welche Auswirkungen durch die Reform MTA-Gesetz für Heilpraktiker entstehen, ist unklar, weil, bewusst oder unbewusst, die rechtlichen Änderungen in dem Entwurf so formuliert sind, dass sie unterschiedliche Auslegungen zulassen.

Welche Konsequenzen hätte das Gesetz in jedem Fall?

MTA`s dürften zukünftig keine Weisung mehr von Heilpraktikern/innen entgegennehmen und könnten durch diese nicht mehr überwacht werden, sofern diese laborbetreibende Heilpraktiker wären.
Jedoch stände die Labordiagnostik für Heilpraktiker/innen nicht vor dem Aus, da weiterhin labordiagnostische Untersuchungsaufträge  von den praktizierenden HPs in Auftrag gegeben werden könnten.

Die geplante Änderung des MTA-Gesetzes darf jedoch keinesfalls dazu führen, dass die Präanalytik und die Laboruntersuchungen im Auftrag von Heilpraktikern/innen nicht mehr möglich wären, weil dadurch ein wesentlicher Teil der soliden Diagnostik entfallen würde.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Sachverhalts hat sich die IQHP Anfang Oktober bei der Politik eingesetzt und sich dafür engagiert, dass die Weisungsbefugnis von Heilpraktikern für Laborleistungen erhalten bleibt.

November 10, 2020
von admin
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Lobbyismus gegen Heilpraktiker-Beruf

IQHP informiert – Finanzierung Medwatch

Wir weisen auf die Finanzierung von Medwatch durch den deutschen Konsumentenbund (DKB) hin, der seine Einnahmen durch Abmahnungen von Heilpraktikern generiert. Der DKB und die GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.) und das Informationsnetzwerk Homöopathie sind miteinander vernetzt und agieren gemeinsam.
Medwatch wurde eigens zum Vorgehen gegen die Alternativmedizin ins Leben gerufen und erhält Dank seiner hervorragenden Lobbyarbeit einen öffentlich-rechtlichen Sendeplatz.

November 9, 2020
von admin
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IQHP – unsere Agenda

IQHP Agenda – Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktiker-Beruf

Die IQHP zeigt mit nachgenannten Vorschlägen Lösungswege auf, die zu einer Reform im Heilpraktiker-Recht beitragen können.

Heilpraktiker-Ausbildung:
Änderungen der Zugangsvoraussetzungen bei bestehender Konformität mit dem Heilpraktiker-Gesetz/1. DVO

  • bestehende Gesundheitsfachberufe haben direkten Zugang zur Ausbildung
  • Ausbildungsinteressenten, die nicht zu den Gesundheitsfachberufen gehören, unterliegen für die Ausbildungszulassung einer Vorprüfung durch eine zertifizierte Heilpraktiker-Fachschule
  • zur Überprüfungszulassung bei den zuständigen Gesundheitsämtern benötigen die Anwärter*innen den dokumentierten Nachweis (Studienbuch) von min. 2.000 Stunden Theorie-Unterricht und 1.000 Stunden Praxis-Unterricht an einer zertifizierten Heilpraktiker-Fachschule
  • Berufsanwärter*innen sind verpflichtend Mitglied in einem für die Ausbildung zertifizierten Heilpraktiker-Berufsverband (Einbindung in IQHP-QM-Modell)
  • Berufsanwärter*innen verpflichten sich, ab dem 1. Ausbildungsjahr am QM-gestützten Fachfortbildungssystem des zur Ausbildung zertifizierten Berufsverbandes teilzunehmen (Patientenschutz/-sicherheit)

IQHP-QM-Modell für den Heilpraktiker-Beruf – zu den Komponenten des IQHP-Modells zählen:

  • zugangsberechtigte Berufsanwärter*innen
  • für die Heilpraktiker-Ausbildung zertifizierte Heilpraktiker-Fachschulen
  • für die Heilpraktiker-Ausbildung zertifizierte Berufsverbände
  • Fachkundige Stellen (DAkkS-zugelassen, DAkkS: Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH)

 

Heilpraktiker-Berufsausübung:

  • die IQHP vertritt die Ansicht, dass invasive Therapiemethoden erhalten bleiben sollen
  • die zur Ausbildung zertifizierten Berufsverbände sichern und überwachen zum Patientenschutz und zur Patientensicherheit die Fortbildung, Qualifizierung und Zertifizierung der Heilpraktiker*innen in Deutschland durch geeignete Kompetenz- und Ausbildungszentren
  • die Kompetenz-/Ausbildungszentren gewährleisten im QM-System die Durchführung der Ausbildung der Invasiv-Methoden
  • überwacht und begleitet wird die Fachausbildung durch die Berufsverbände und Fachverbände
  • die Fachprüfung für den Sachkunde-Nachweis Invasiv-Methoden wird ärztlich begleitet und geprüft
  • überwacht und begleitet wird die Fachausbildung durch die Berufsverbände und Fachverbände

IQHP befürwortet Pflicht-Mitgliedschaft in Berufsverbänden für alle Heilpraktiker*innen

  • die IQHP befürwortet zur Gewährleistung des Patientenschutzes, der Patientenrechte und der Patientensicherheit eine gesetzlich verpflichtende Mitgliedschaft in einem Berufsverband für jede Heilpraktikerin und jeden Heilpraktiker in Deutschland
  • durch die Mitgliedschaft in einem Berufsverband werden die Heilpraktiker*innen verpflichtet, sich nach den Statuten des Berufsverbandes zu richten mit der Konsequenz, dass bei Fehlverhalten oder Verstößen gegen die Satzung/Berufsordnung ein Ausschluss aus dem Berufsverband die Folge wäre
  • diesbezügliche Mitglieds-Ausschlüsse werden von den Berufsverbänden an die zuständigen Gesundheitsämter der betreffenden Einzelfälle gemeldet (ggf. Meldepflicht für Berufsverbände)

Gesetzliche Festlegung von einem Patienten-Beschwerde-Management-System

  • die IQHP befürwortet, dass alle Verbände Schiedsstellen/Beschwerde-Management-Center einrichten
  • damit können bei Zuwiderhandlungen Tätigkeitsverbote und Sanktionen erlassen werden

Modell zur Umsetzung der Organisation der Heilpraktikerschaft in Deutschland (IQHP-Organigramm)

Die IQHP sieht dringenden Handlungsbedarf auf seiten der Heilpraktikerschaft, sich zu organisieren, damit gegenüber staatlichen Stellen eine einheitliche Interessenvertretung  gesichert ist. Derzeit gibt es keine Organisation, welche für sich den Anspruch erheben kann, die gesamte Heilpraktikerschaft bzw. einen überwiegenden Teil zu vertreten.
Die IQHP hat auf der Basis der aktuellen Berufspolitik unter Einbeziehung aller gegebenen Komponenten, Verbände, Organe, Strukturen und berufspolitischen Gegebenheiten ein Organigramm verfasst.

 

November 8, 2020
von admin
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IQHP – wer wir sind

Die IQHP ist eine Initiative für Qualitätssicherumg im Heilpraktiker-Beruf von den Berufsverbänden BDN e.V., BDHN e.V., VDH e.V. und weiteren Fachgesellschaften.

Die IQHP steht für die Gemeinsamkeit und für den Dialog aller Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, Berufsverbände, Fachgesellschaften, Initiativen und Aktionsbündnisse in Deutschland.

Die IQHP ist der Meinung, dass der Berufsstand der Heilpraktiker*innen in Deutschland derzeit hervorragend durch die bestehenden Berufsverbände und Fachgesellschaften vertreten wird.

Die IQHP ist der Auffassung, dass der Berufsstand der Heilpraktiker in der Berufsausübung, Ausbildung, Fortbildung und Qualifizierung die Anforderungen erfüllt, um als wertvoller Leistungsträger für die Patienten in der medizinischen Versorgung tätig sein zu können.

August 25, 2020
von admin
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IQHP Interview mit MdB Alexander Krauß – Heilpraktiker-Beruf und Erhalt der Naturheilkunde

„Die Heilpraktiker leisten eine sehr gute und wichtige Arbeit!“
Interview mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß

Im Auftrag von Alexander Krauß hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestages eine aktuelle Auswertung über den Heilpraktiker-Beruf herausgegeben. Sie lässt mehrere Stimmen der Gesundheitspolitiker und der Heilpraktiker-Verbände zu Wort kommen. In der Auswertung heißt es zusammenfassend, dass die Ausbildung standardisiert werden müsse und der Beruf des Heilpraktikers seitens der Patienten sehr gefragt sei. Dies gelte es im Sinne der Selbstbestimmung jedes Einzelnen zu respektieren. Wir haben Alexander Krauß hierzu befragt:

Welches Gewicht hat der Heilpraktiker-Beruf in Deutschland?

Die Zahl der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker wächst. Dies spricht dafür, dass die Patienten die Arbeit der Heilpraktiker schätzen. 46 Millionen Patientenkontakte im Jahr stehen für ein hohes Zutrauen. Geschätzt wird von den Patienten vor allem, dass sich Heilpraktiker Zeit für ihre Patienten nehmen – ein rares Gut im Gesundheitswesen. Heilpraktiker sind auf jeden Fall eine Bereicherung für unser Gesundheitssystem.

Was ist Ihres Erachtens der größte Kritikpunkt im Heilpraktikerwesen?

Tatsächlich ist die nicht-standardisierte Ausbildung ein Problem. Sowohl die Heilpraktiker-Anwärter als auch die Patienten möchten diesbezüglich einen Zugewinn an Sicherheit. Wenn es ein bundeseinheitliches Curriculum gäbe, welches einer Zertifizierungskette folgt, so wie es die Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf (IQHP) vorschlägt, wäre dies eine große, notwendige und sinnvolle Veränderung.

Ist die Patientensicherheit tatsächlich so gefährdet, wie es in den Medien dargestellt wird?

Wir haben Informationen seitens der Berufshaftpflichtversicherung der Heilpraktiker, dass keine nennenswerte Zahl von Schadensfällen vorliegt.

Im Gegenteil: Die Beitragshöhe der Berufshaftpflicht wurde sogar gesenkt, weil es kaum Schadensfälle gibt. In den Medien werden lediglich Einzelfälle dargestellt, die zwar sehr bedauerlich sind, sich jedoch keinesfalls verallgemeinern lassen. Die Heilpraktiker leisten eine sehr gute und wichtige Arbeit!

Was können die Heilpraktikerverbände tun, um im Reformprozess mitzuwirken?

Insgesamt wünsche ich mir eine größere Sichtbarkeit des Berufsstandes in der Öffentlichkeit und auch im politischen Berlin. Ich lese in den Zeitungen zu selten, welchen guten Job die einzelnen Heilpraktiker in ganz Deutschland machen. Auch in der Gesundheitspolitik sprechen wir zu wenig über die Komplementärmedizin. Da wünsche ich mir noch eine lautere Stimme der Heilpraktikerverbände. Je enger die Verbände sich verzahnen, desto besser wird dies gelingen.

Was bedeutet der Beruf des Heilpraktikers im Hinblick auf die Patientensouveränität?

Das ist ein sehr wichtiges Thema, was in den Diskussionen oft zu kurz kommt. Die Patienten sind mündige Bürger, die selbst entscheiden können, wie und von wem sie sich behandeln lassen möchten. Sie sollten auch entscheiden, ob der behandelnde Arzt mit dem behandelnden Heilpraktiker zusammenarbeitet – wenn auch diese das möchten. Das Kooperationsverbot seitens der Ärztekammern widerspricht der Vorstellung von einem mündigen Patienten.

Das Interview führte Homeira Heidary (Medienbeauftragte IQHP).

August 3, 2020
von admin
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IQHP stellt sich vor

Im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks am 18. Juni in Berlin/Paul-Löbe-Haus erläuterten Vertreter der IQHP gegenüber Mitgliedern des Gesundheitsausschusses und  Entscheidungsträgern des Bundesgesundheitsministeriums die Besonderheiten des Heilpraktikerberufes und stellten ausführlich das Tätigkeitsfeld der Kolleginnen und Kollegen vor. Zu den weiteren Themen der Sitzung gehörte die Vorstellung des IQHP-Modells zur Qualitätssicherung für den Heilpraktikerberuf. Das IQHP-Modell zielt vor allem darauf ab, dass das Heilpraktikergesetz erhalten bleibt, jedoch Verbesserungen in der Qualitätssicherung im Rahmen einer moderaten Reform vollzogen werden können. Die IQHP ist davon überzeugt, dass durch eine einheitliche Ausbildungsordnung, durch Änderungen der Zugangsvoraussetzungen und durch Erweiterungen der Aufgaben und Kompetenzen der Heilpraktiker-Berufsverbände eine Stärkung des berufsrechtlichen Rahmens und der Patientensicherheit gewährleistet wird.
Die IQHP (Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktiker-Beruf) möchte Lösungen aufzeigen, Transparenz schaffen und bestehende Wissenslücken in der Öffentlichkeit und Politik schließen.Die IQHP ist eine starke Initiative!
Über 10.000 Kolleginnen und Kollegen unterstützen die IQHP.
Die IQHP ist Teilnehmer an der Gesamtkonferenz deutscher Heilpraktiker-Verbände/Fachgesellschaften und beteiligt sich an der Offenbacher Runde.
An der Gesamtkonferenz und zur Traditionellen Offenbacher Runde nehmen nahezu alle Heilpraktiker-Verbände und Fachgesellschaften teil.

Juli 18, 2020
von admin
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Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf/IQHP „öffnet Tür“ in der Berufspolitik

IQHP-Vertreter mit Gesundheitsausschuss-Vorsitzenden/Dt. Bundestag am 18. Juni 2020 im Paul-Löbe-Haus, von rechts nach links:
Dr. med. Wolf-Dieter Hirsch/Kontrollrat Klinische Medizin/Komplementär-Medizin IQHP, Ulrich Erdmann/1. Vors. BDN e.V./IQHP, Herbert Eger/1. Vors. BDHN e.V./IQHP, Vorsitzender Gesundheitsausschuss Dt. Bundestag Erwin Rüddel,
Homeira Heidary/Medienbeauftragte IQHP, Klaus-Rüdiger Goebel/Fachbeauftragter Akupunktur, TCM/IQHP

Die Initiative für Qualitätssicherung ist eine bundesweit aktive politische Initiative für den Heilpraktiker-Beruf.
Die IQHP steht für die Gemeinsamkeit und für den Dialog aller Heilpraktiker*innen, Berufsverbände, Fachgesellschaften und Aktionsbündnisse in Deutschland.

Die Initiatoren der IQHP sind der Bund Deutscher Heilpraktiker und Naturheilkundiger e.V., der Berufsverband Deutsche Naturheilkunde e.V. und der Verband Deutscher Heilpraktiker e.V.

Die IQHP nimmt durch ihre jeweils vertretenden Verbände teil an der Offenbacher Runde deutscher Berufs- und Fachverbände und an der Gesamtkonferenz deutscher Heilpraktiker-Verbände und Fachgesellschaften. In diesen kollegialen Gesprächskreisen sind nahezu alle in Deutschland tätigen Berufsverbände, Fachgesellschaften und Initiativen beteiligt.
Auf dieser Kommunikationsebene wird in Arbeitsgruppen intensiv an berufsständischen Inhalten gearbeitet.
Die IQHP begrüßt und unterstützt alle verantwortungsvoll und fachkompetent geführten  Arbeitsgemeinschaften, die aus der Offenbacher Runde und der Gesamtkonferenz hervorgegangen sind.
Ziel der IQHP ist der Erhalt der Therapiefreiheit im Heilpraktiker-Beruf und die Stärkung der Patientensicherheit und des Patientenschutzes.
Weitere Ziele der IQHP sind die Unterstützung, Vernetzung und Stärkung aller in Deutschland tätigen Heilpraktiker*innen, Berufs- und Fachverbände, Fachgesellschaften, Initiativen, Aktionsbündnisse, Netzwerke und Blogger, um die Sichtbarkeit unseres Berufes und unserer Berufsinteressen in der Öffentlichkeit zu stärken.
Die IQHP ist der Meinung, dass der Berufsstand der Heilpraktiker*innen in Deutschland derzeit hervorragend durch die bestehenden Berufsverbände und Fachgesellschaften vertreten wird.
Die IQHP ist der Auffassung, dass der Berufsstand der Heilpraktiker in der Berufsausübung, Ausbildung, Fortbildung und Qualifizierung die Anforderungen erfüllt, um als wertvoller Leistungsträger für die Patienten in der medizinischen Versorgung tätig sein zu können.
Das Hauptanliegen der IQHP ist die Einführung einer geregelten einheitlichen Heilpraktiker-Ausbildung im Rahmen einer Qualitätssicherungskette zur Schaffung eines Ausbildungsstandards unter zentraler Mitwirkung und Verantwortung der aktiv in die Heilpraktikerausbildung eingebundenen Berufs- und Fachverbände in Deutschland im gesetzlichen Rahmen des HPG/1.DVO.
Die IQHP hat zur Erreichung dieses Ziels Vorschläge zur Einführung einer geregelten Heilpraktiker-Ausbildung mit den notwendigen beruflichen Qualitätsmaßnahmen verfasst und dem Bundes-ministerium für Gesundheit im Rahmen einer Anhörung im Oktober 2017 ausgehändigt.
Diese Dokumentation (Interner Leitlinien-Katalog IL4HP) wurde erstmalig 2008 verfasst und seither jährlich kontinuierlich aktualisiert und überarbeitet.
Die Ausgabe 2019 wurde von der IQHP im Dezember 2019 an alle Entscheidungsträger aus dem Gesundheitswesen (Bundesministerium für Gesundheit, Landesministerien für Gesundheit, Gesundheitsausschuss) mit Vorschlägen zu einer moderaten Reform des Heilpraktikerwesens übermittelt.
Bei dieser Reform soll die Therapiefreiheit und das Heilpraktikergesetz unangetastet bleiben und Lösungswege durch Änderungen der Zugangsvoraussetzungen unter Nutzung bereits vorhandener QM-Standards und Strukturen aufgezeigt werden.
Dabei soll den Berufsverbänden mehr Verantwortung und Mitwirkung zuteil werden, um zukünftig nach innen einen berufsinternen Kontrollstatus und nach außen Sicherheit in der Berufsausübung und Berufsausbildung dauerhaft gewährleisten zu können.
Die bisherigen Rückmeldungen von den Entscheidungsträgern der Politik waren und sind durchweg positiv.
Unterstützt wird die IQHP von Netzwerken, Naturheilkunde-Portalen und Einrichtungen der naturheilkundlichen Pharmaindustrie, vom Aktionsbündnis Moderne Heilberufe, Kollegen*innen und Befürwortern, die für eine Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf stehen.
Die Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf hat in den letzten Wochen mit ihren Aktivitäten „Türen geöffnet“ für einen Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern. Wir haben erreicht, dass sich unser Kontakt zum Bundestag, MdB Alexander Krauss, der sich für unseren Beruf stark engagiert und seit Monaten mit unterschiedlichen Heilpraktikerverbänden kommuniziert, den IQHP-Gedanken angeschlossen hat und in einer Pressemitteilung ein Statement verfasst hat, welches zum Wohle unseres ganzen Berufsstandes ein positives Zeichen in der Öffentlichkeit setzt.